Narrenmesse am 02.03.2014

Geschrieben am Donnerstag, 06 März 2014 in Neuigkeiten

Narrenmesse am 02.03.2014

Walter Faigle hat wie bisher jedes Jahr die Predigt für die Narrenmesse in Krauchenwies in närrischer Weise vorgetragen. In den letzten Jahren hat sich Predigt gereimt, doch geziemt es sich lt. Walter nicht, in der Kirche zu reimen. Daher hat er dieses Jahr den Reim im Keim erstickt. Aber trotzdem gab es abzu einen Reim. Die Gottesdienstbesucher haben nach der Predigt einen Applaus für diese tolle Prediigt gespendet. Während der Predigt hat sich unser Pfarrer Moser um den Narrensamen gekümmert.

Weitere Bilder siehe Bildergalerie.

Die Predigt kann man hier nachlesen. Bitte auf weiterlesen klicken.


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Predigt:

Narrenansprache 2014 Lesejahr A Markus 6, 24-34 + Jesaja 49,14-15  

(Walter Faigle, Narrenprediger der Hölzlegoischter seit 2006)

 

Also ich hoff so kennt mih koiner,

Weil onter da Maska verstoht mi jo au koiner,

obwohl mi manche vielleicht au it vetstanda wella wellet

weil ich wellaweag koi Wohret it sage wet. –

Moment: - minus und minus gibt jo plus – au Narra kennet des.

Also jetzt halt ich mol s´Maul - ond fang mol ah

 

Ich grüße euch, ihr Christenleute,

die Narrenpredigt hört ihr heute

aus meinem unberufnen Mund

Tut sich für euch die Botschaft kund.

 

Wie jedes Jahr stellt sich die Frage,

ob`s Freude ist oder `ne Plage.

Mich freut`s, wenn nur mancher freut sich wirklich drauf,

und sperrt ganz weit die Ohren auf.

 

Doch andre sagen ganz empört,

dass reimen nicht in dKirch nei köhrt.

Der Gottesdienst sei was für Fromme

und nicht für Narren oder Domme.

 

Drum lass ich´s Reimen héut mol bleiba

Sonst muss ichs immer wieder treiba.

Ich mach jetzt schnell und au ganz fix.

Jetzt reimt sich heut mol - nix.

 

 

Und falls mir mol en Reim passiert,

müsset ihr sofort aufstanda und boide Händ ind Luft strecká.

Ihr Kinder müsset da Große bissle helfa!

Wen ih verwisch, wenn er´s verschloft, dann muass der näckstes Johr prediga. OK?

 

Als Jesus die Menschen sah, ging er auf einen Berg,

setzte sich, lehrte sie und sprach: He du Gartenzw-ickel,

Keiner kann in zwei Mannschaften gleichzeitig super sein .

Genauso wenig könnt ihr für Gott und das Geld euch schlagen dr – auf.

 

Es geht nur eines von beiden, ihr Frommen

Und lasst keine Panik auf –kriegen.

Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr esset oder trinket

auch nicht um euren Leib was ihr anzieht, damit ihr nicht so st-aubet

 

Das Leben besteht aus mehr als nur zu futtern

Und cool auszusehen

Seht die Spatzen am Himmel dort froh.

Sie säen nicht und ernten nicht und haben keinen großen                        

                                                                                              Federschmuck.

 

Und euer himmlischer Papa ernährt sie doch

Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Ha?

Wer von euch kann mit all seinen Sorgen

sein Leben auch nur um ein kleines Bissle verlängern bis M-ittags

Oder nächschte Woch?

 

 

Was sorgt ihr euch um eure Klamotten?

Lernt von den Lilien, die auf dem Acker nicht ver-dursten. -

Sie schaffet nix und spinnet it.

doch selbst dem König Salomo sei Auasea war it so der H- Renner.

Des ischt doch eigentlich scheißegal du P - ruder.

 

Es sieht so aus als seien - die Sorgen unser alltägl., menschliches Los

Und kleine Sorgen werden manchmal (mit Händen zeigen) riesig,

wenn ich mich auf das Äußere verschränke,

welchen Kittel ich heut an-ziehe

oder ich gschabte oder presste Spätzle esse

mit oder mit ohne Soß.

 

Dann hann ih no nix Guets für andre gmacht

Und an des Reich Gottes (gedacht) ge-denkt.

Mir Schwoba schaffet gern fürs Heilig´s-Blechele

Und bauat Heisla mit ma schena- (Dächle) Keller

 

Oft sind dia Sorga, was wird gschwätzt im Ort

Ischt des Gerücht au wohr oder isches wieder - (fort) gloga.

Egal ob über mi oder di, über dr Pfarrer oder Spieß

über andere läschtra in unserm Kr-wies, des ischt ganz sche f –

                                                                                                       Scheiße

Wer sitzt do no?

Hondr it aufpasst?

Spieß –Kr-wies – fies

Jetzt hon ich a paar Nachfolger

 

 

Wia unser Pfarrer mäht dr. Rasa

Des got neamet nix a ihr H –enna

Lasst mir jo den guata Ma in Ruah

Und halt au mol dei Maul, du blede - Schnepf.

 

Denn wenn der goht, dann ischt er it blos weg,

denn dann hond mir den - Mischt,

dass mir höchstens no Filialpfarrei von Ostrach o. Semerenga send

und du dann dei Kind

taufa lassa kasch, wenn sich mol an indischa Pfarrer do vielleicht her

                                                                                                       ve-rirrt.

 

Unser Pfarrer Makus Moser ischt für uns der Sechser im Lotto,

Sonst bin ich it blos Narr, sonst hoiß i O-scar.

 

Gucket amol die Vögele em Himmel

Die hond it blos an riesa(P) Kopf

Des wichtigschte ischt a großes Herz

Und zwitschra kennet dia, des ischt koin (Scherz) Spaß

 

Ihr Vögel pfeift au mol gemeinsam mit

Dann wird unser Leaba au an (Hit) Spaß.

Und bauat volle Neschter, sche aus Hei.

Dass mir Lehrer was zum Schaffa griagat, heidanei.

 

Denn ohne Kinder

wird unser Leaba (minder) fad.

Für was sonscht hetza, schaffe Heisle baua

Um dann gräg dei Frau ver(-haua) –schla?

 

Au dr Jesaja seid: Ka denn a Frau ihr Kind vergessa?

Des wär doch ganz sche ver-lora.

Ih vergess die it, Spruch des Herrn

I hon die doch saumäßig (gern) - liab

 

Wenn Gott uns hier a Leaba schenkt

Und jeder des Wohl des anderen (denkt) im Kopf hot,

Dann wirds so sche wia dia Lilien auf dem Felde

Ob mit viel oder gar koim (Gelde) Zaschter.

 

Dia Fasnet losst uns unsre Sorge mol vergessa,

des Rödla um a vornehms (Essa) - Mampfa

Do kennets au mol saure Kuttla sei,

Do sag ih Schwob blos heida(-nei) sodele.

 

Wer von uns ka dia Länge seines Lebens au blos a wengale verlängra

Wia sehr er au des will ver(-ändra) probiara?

Mir versichret alles im Leaba - vom Kopf bis zu da Zeah

Und mir merket gar it wia unsre Johr ver- schwindet

 

Des hot alles gar koin Zweck,

du machsch dir Sorga grad fürn (Dreck) Mischt.

Sing lieber so wia vorher: „Wer nur den lieben Gott lässt walten

und hoffet allzeit auf den (Alten) barmherzigen Vater .

 

Den wird er wunderbar erhalten

In aller Not und Traurigkeit.

Wer Gott dem Allerhöchsten traut,

der hat auf keinen Sand a Fundamentle gsetzt.

 

Kurz gsagt, des Leaba ka so oifach sei,

Wenn ma lässt Gott au in sei Herzle – neischlupfa.

Dann begleitet er uns tagei, tagaus,

merket euch des und ganget froh – auf´Fasnet.

 

Drum sag ih jetzt in Gottes Namen

Bleibet brav, vertrauet auf Gott und zum Schluss, bloß no – Amen!

 

 

 

 

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